Stell dir vor, deine Freundin fragt dich nach einem guten Föhn. Du schickst ihr den Link zu deinem. Sie kauft ihn. Und der Shop sagt danke, indem er dir ein paar Euro überweist. Genau das ist Affiliate-Marketing.

Klingt fast zu simpel? Ist es im Kern auch. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie es genau funktioniert, wer dabei mitmacht, was du realistisch verdienen kannst und welche Fehler fast alle am Anfang machen.

Affiliate-Marketing in einem Satz

Du empfiehlst ein Produkt mit einem persönlichen Link. Kauft jemand über diesen Link, bekommst du einen Teil vom Preis. Diesen Teil nennt man Provision.

Du musst dafür nichts herstellen, nichts verpacken und nichts verschicken. Du sorgst nur dafür, dass die richtigen Menschen das richtige Produkt finden.

So funktioniert es, Schritt für Schritt

  1. Du meldest dich bei einem Partnerprogramm an. Das ist kostenlos. Viele Shops und Anbieter haben eins.
  2. Du bekommst deinen persönlichen Link. Er sieht aus wie ein normaler Link, enthält aber eine Kennung, die zeigt: Diese Empfehlung kommt von dir.
  3. Du teilst den Link. In einem Blogartikel, auf Pinterest, in deinem Newsletter oder in einer Instagram-Story.
  4. Jemand kauft über deinen Link. Für die Käuferin ändert sich am Preis nichts.
  5. Du bekommst deine Provision. Meistens wird sie einmal im Monat ausgezahlt.
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Wer macht dabei eigentlich mit?

Es gibt immer drei Beteiligte:

Dazwischen stehen oft Plattformen, die alles organisieren. Die bekanntesten im deutschsprachigen Raum sind Amazon PartnerNet für fast alle Produkte aus dem Amazon-Shop, Digistore24 für digitale Produkte wie Kurse und E-Books und Awin für viele Online-Shops. Dazu kommen eigene Partnerprogramme von Software und Tools.

Wie viel verdient man damit?

Ehrliche Antwort: Das hängt stark davon ab, was du empfiehlst und wie viele Menschen deine Empfehlung sehen.

Bei physischen Produkten, etwa über Amazon, liegt die Provision meist im einstelligen Prozentbereich. Empfiehlst du ein Buch für 20 €, bleiben bei dir oft weniger als 2 € hängen.

Bei digitalen Produkten sind die Provisionen deutlich höher, oft 30 bis 50 %. Bei einem Online-Kurs für 100 € können das 30 bis 50 € pro Verkauf sein.

Was dir niemand ehrlich versprechen kann, ist ein bestimmtes Einkommen. Die ersten Wochen und oft auch Monate sind ruhig. Affiliate-Marketing baut sich langsam auf, weil erst Menschen deine Inhalte finden müssen.

Was du brauchst und was nicht

Du brauchst:

Du brauchst nicht:

Die 3 häufigsten Fehler am Anfang

1. Alles empfehlen, was Provision bringt.
Menschen merken schnell, ob du etwas empfiehlst, weil es gut ist, oder nur, weil es Geld bringt. Empfiehl nur, wohinter du stehst.

2. Nur Links teilen, ohne Inhalt.
Ein nackter Link überzeugt niemanden. Erst die Erklärung drumherum macht aus einem Link eine Empfehlung.

3. Nach zwei Wochen aufgeben.
Pinterest-Pins und Blogartikel brauchen Zeit, bis sie gefunden werden. Wer früh aufhört, sieht nie, was nach drei oder sechs Monaten passiert wäre.

Muss ich Affiliate-Links kennzeichnen?

Ja. In Deutschland musst du deutlich machen, dass du an einem Link etwas verdienst. Ein kurzer Hinweis wie „Werbung“ oder „Affiliate-Link“ direkt beim Link reicht. Das ist nicht nur Pflicht, es schafft auch Vertrauen.

Fazit: Einfach, aber nicht schnell

Affiliate-Marketing ist eines der einfachsten Modelle, um online Geld zu verdienen. Du brauchst kein eigenes Produkt und kannst sofort starten.

Einfach heißt aber nicht schnell. Wer ehrlich empfiehlt, ein klares Thema hat und ein paar Monate dranbleibt, legt ein Fundament, das mit jedem neuen Inhalt wächst.

Dein nächster Schritt: Überleg dir, welche drei Produkte du schon heute guten Gewissens einer Freundin empfehlen würdest. Damit fängt alles an.

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